Du bist spirituell, auch wenn du es noch nicht weißt!

Bewusstsein, Wirklichkeit
Warum uns Uni-Professoren blind für die Wirklichkeit machen!
2. September 2017
Kinder, Bildung
Nicht unsere Kinder sind das Problem, sondern das Bildungssystem
19. September 2017
spirituell

Spirituell zu sein oder sich mit Spiritualität zu beschäftigen ist in der heutigen Zeit recht modern. Bücher über spirituelle Themen sprießen aus dem Boden. Viele Menschen wünschen sich eine Veränderung herbei und suche sie nicht selten auf der spirituellen Ebene. Doch was heißt es denn spirituell zu leben ? Heißt das ich muss Räucherstäbchen anzünden, vegan oder vegetarisch essen und dazu „fair“ gehandelte Kleidung tragen oder viel Meditieren und Yoga machen?

Oder ist alles was ich nach außen trage, egal was, schon spirituell, weil es aus mir, einem Menschen heraus entstanden ist? Diese Frage möchte ich in diesem Artikel nachgehen und mir und vielleicht auch euch eine etwas klarere Antwort darauf geben.


Spiritualität als Ausdruck des Lebens

Das Wort „Spirit“ bedeutet „Geist“. Der Geist, der in allem steckt und alles zum Leben erweckt, inklusive uns Menschen. Der Spirit der jeder unserer Zelle das Leben einflößt, setzt auf Kooperation und nicht auf Konkurrenz. 

So kooperieren Atome miteinander und es entstehen Moleküle. Die wiederum kooperieren miteinander und es entstehen organische Moleküle. Wenn sie es nicht tun würden, würde es nicht gut mit uns aussehen. Genau genommen würde es uns garnicht geben.

Auch wir Menschen sind organische Wunder und sind aus der Kooperation vieler Atome, Moleküle und Zellen erst entstanden. Somit ist die Kooperation auch die Evolution und der „positive“ Ausdruck von Spiritualität. Deshalb „positiv“, weil die Kooperation unser Leben und das der Natur erweitert, sichert und eben nicht zerstört. Dieser Prozess der Kooperation von Atomen, Molekülen und Zellen dauerte Milliarden von Jahren, bis schließlich die Menschheit entstand. Wir sind wahrscheinlich die komplexeste Form des Ausdrucks von Spiritualität auf unseren Planeten. 

Doch, wenn wir uns in der Welt umschauen, sehen wir an vielen Orten der menschlichen Natur gnadenlose Konkurrenz, die nicht selten in Kriege und Tod endet. 

Doch wer sagt eigentlich, dass die sogenannten „negativen“ Eigenschaften der menschlichen Natur kein Ausdruck von Spiritualität sind? 

So sind beispielsweise Macht, Habgier und Hass kein seltenes Phänomen der menschlichen Spezi, und somit auch ein Ausdruck der Spiritualität. Nur aus den oben genannten Gefühlen entsteht keine Kooperation sondern eher Konkurrenz und somit wird es uns langfristig nicht nützlich sein, um unser Überleben zu sichern. 

Oder war mal der Ausdruck von Hass jemals gegenüber jemanden anderen langfristig nützlich?


Ich denke: Nein!

Doch dieser „negative“ Ausdruck der Spiritualität lehrt uns Leid und führt uns langfristig dazu miteinander zu kooperieren. Der Mensch lernt seit jeher erst aus negativen Erlebnissen jeglicher Art, um dann was zu verändern. Das beobachte ich schon mein ganzes Leben. Wir wissen zwar meist schon vorher, dass es anders gehen könnte oder müsste, benötigen jedoch meist eine negative Erfahrung. 

Uns ist beispielsweise bewusst, dass wir unsere Regenwälder als Sauerstofflieferant brauchen und dennoch holzen wir sie weiter ab. 

Menschen brauchen eben meist erst eine intensive Erfahrung, um zu "Erkennen" und dann darauf hin etwas verändern zu können.

Das gilt für unser "Äußeres" Leben sowie für unser "Inneres" Leben. Doch am Ende läuft es – wie es die Natur uns immer gezeigt hat- auf Kooperation aus. 

Spiritualität ist somit alles im Leben, sie ist der Ausdruck von Leben, sie findet nur auf unterschiedlichen Ebenen der Verbindung statt. 

So hat auch jede Emotion in uns, negativ wie positiv, auch einen spirituellen Ausdruck. Ich möchte euch im Folgenden ein paar Beispiele geben, um zu verdeutlichen, das Spiritualität Ausdruck von allem bedeutet.

So sind die folgenden Beispiele Ausdruck der „niedrigeren“ Ebene, „niedrig“ deshalb weil sie nicht zur Kooperation auf dem direkten Wege beitragen, indirekt jedoch darauf hinzusteuern.

So kann:

  • Ausbeutung der Spirituelle Ausdruck von Profit sein
  • Unterdrückung der spirituelle Ausdruck der Tyrannei sein
  • Heuchelei der spirituelle Ausdruck der Habgier sein
  • Skrupellosigkeit der spirituelle Ausdruck der Macht sein
  • Scheinheiligkeit der spirituelle Ausdruck der Angst sein
  • Gewalt der spirituelle Ausdruck des Hasses sein
  • Überheblichkeit der spirituelle Ausdruck der Eitelkeit sein
  • Missgunst der spirituelle Ausdruck von Neid sein



Die nächsten Beispiele sollen den Ausdruck der Spiritualität auf der „höheren“ Ebene verdeutlichen. Sie sind Ausdruck kooperativem Miteinander.

So kann:


  • Gefühl der Spirituelle Ausdruck von Musik sein
  • Sinnlichkeit der spirituelle Ausdruck des Tanzes sein
  • Großmut der spirituelle Ausdruck der Liebe sein
  • Hingabe der spirituelle Ausdruck des Glaubens sein
  • Wahrheit der spirituelle Ausdruck des Vertrauens


Und so können weiterhin auch: 


  • Vögel der spirituelle Ausdruck des Himmels sein
  • Bäume der spirituelle Ausdruck der Erde sein usw.



All diese obergenannten Beispiele sind Ausdruck von Spiritualität auf einer „niedrigeren“ und einer „höheren“ Ebene. Die "niedrigeren" Ebenen sind ein Ausdruck von Konkurrenz und das daraus entstehende Leid verdeutlicht uns langfristig, dass wir so nicht als Kollektiv überleben können und führt uns zwangsläufig in die "höhere" Ebene der Spiritualität, vorausgesetzt wir wollen unser überleben sichern. 

Die Einsicht darüber, dass nur die Verbindung zu einander unser Leben sichert, fängt bei jedem Einzelnen von uns an und verbreitet sich dann auf das Kollektiv. Das kann ein Prozess von vielen Jahren sein bis unser Bewusstsein mehr und mehr versteht, dass das Kooperieren miteinander ohne die Individualität dabei zu verlieren die nächste Ebene der Spiritualität darstellt.


Fazit​​​​​

So kann man abschließend sagen, dass beispielsweise fair gehandelte Kleidung, vegetarische und vegane Nahrung sicherlich dem Spirituellen Wachstum beisteuert. Auch Meditation und Yoga führen zu mehr inneren Bewusstheit und somit auch zum spirituellen Wachstum. Wir können auf der anderen Seite aber nicht sagen, dass unser Konkurrenzkampf, dem spirituellen Wachstum nicht beisteuert. Er tut es eben auf einer anderen und sicherlich nicht „humanistischen“ Ebene. Aber er tut es. 

Am Ende kann jeder von uns nur selbst entscheiden, ob er sich dem direkten Weg - also der "höheren" Ebene- der Spiritualität widmet oder dem indirekten - der "niedrigeren" Ebene.

Manchmal, so scheint es, müssen wir wohl auch mal den indirekten wählen, weil wir den direkten nicht gleich erkennen können. Doch am Ende wird das Ziel Verbundenheit und Aussöhnung mit Allem sein.

Sei anders!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen