Jetzt oder nie! 3 Prinzipien, die dein Leben sofort verändern

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Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten

Neue Theorien und psychologische Ratgeber überfluten den Markt. Es scheint für jedes Problem einen neuen Ratgeber zu geben. Die Wissenschaft findet immer neues über unser Gehirn heraus, um dann altes zu widerlegen. Woran sollen wir uns noch orientieren. Was hilft uns wirklich weiter? Gibt es Prinzipien, die sich noch nie verändert haben und heute noch von Bedeutung sind?

Ja, sie gibt es! Und ich möchte euch hier drei Prinzipien vorstellen, an denen unser Verhalten ständig seine Konsequenzen erfährt. Die Prinzipien wirken unabhängig davon, ob wir sie erkennen, akzeptieren, mögen, an sie glauben oder ihnen gehorchen. Dieser Artikel soll dir diese Prinzipien ein wenig näher bringen und aufzeigen welchen Einfluss sie auf dein Leben haben und dir helfen sie zu verinnerlichen. Weiterhin möchte ich dich ermutigen diese Prinzipien in dein Leben zu integrieren. Denn wenn du auf sie achtest und ihnen mit Bescheidenheit begegnest, werden sie für dich arbeiten und dein Leben wird sich ins positive verändern.

1. Prinzip: Das Analogiegesetz

Das Analogiegesetz stammt aus der hermetischen Philosophie. Es lautet:

“Dasjenige, welches Unten ist, ist gleich dem jenigen, welches Oben ist: Und dasjenige, welches Oben ist, ist gleich dem jenigen, welches Unten ist, um zu vollbringen die Wunderwerke eines einzigen Dinges.“

Dieses Gesetz vertritt die Annahme, dass im gesamten Universum, also im makrokosmischen, wie auch im mikrokosmischen Bereich die gleichen Gesetze herrschen. So ähnelt die Struktur eines Atoms, die des Sonnensystems. Wir sind natürlich ohne technische Hilfsmittel nicht in der Lage dieses zu erkennen.

So wissen wir beispielsweise heute, dass nur die Atomaren Teilchen des Eifelturms ohne die Zwischenräume, ihn auf die größe eines Flo´s schrumpfen lassen würden. Doch wenn wir in Paris vor ihm stehen würden, könnten wir es uns in keinster Weise vorstellen. Weil eben auch unser Vorstellungsvermögen begrenzt ist. Denn wenn etwas zu groß oder zu klein ist, können wir es vielleicht noch in Formeln packen, aber uns nichts mehr darunter vorstellen.

Oder hast du eine Vorstellung davon, was 30 Millionen Lichtjahre sind?

Genau hier hilft uns das Analogiegesetz: So oben, wie unten oder wie innen, so außen.

Denn wir können damit, dem uns wahrnehmbaren Bereich auf den uns nicht zugänglichen Bereich analog übertragen. Zum Problem hierbei wird unser vertrautes kausales denken: A ist die Ursache für B und B ist die Ursache für C usw. Analoges denken hingegen bedeutet: Situation A passiert gerade, weil ich Situation A gedacht oder gewollt habe.

Es ist uns keine vertraute Art so zu denken und darüber hinaus überträgt uns das Analogiegestz eine Mitverantwortung für unser Leben.

Doch die Analogie „So oben, wie unten“ hat eben nur dann eine Berechtigung, wenn wir dazu bereit sind das gesamte Universum als „Kosmos“ (Ordnung) anzuerkennen.

Ein Kosmos wird jedoch von Gesetzmäßigkeiten beherrscht und hat keinen Platz für einen Zufall. Denn ein zufälliges Ereignis würde den Kosmos in ein Chaos verwandeln. Das bedeutet alles in deinem Leben hat auch mit dir zu tun, auch wenn du es nicht erkennst.

Du wirst nicht zufällig krank oder zufällig von einem Auto angefahren, alles unterliegt Gesetzmäßigkeiten. Auch wenn wir diese nicht gleich erkennen, berechtigt uns das jedoch nicht, ihre Existenz zu leugnen. Steine fallen ja auch schon seit jeher nach unten, sogar dann schon, als wir noch nichts von dem Gesetz der Schwerkraft wussten.

Mit dem Wort Zufall ist gemeint, dass uns etwas gesetzmäßig zufällt. Es gibt da draußen nichts, was nicht auch in der Analogie im Menschen zu finden ist und umgekehrt. Deshalb Stand wohl auch über dem Tempel zu Delphi: „Erkenne Dich selbst, damit Du Gott erkennst.“

2. Prinzip: Das Polaritätsgesetz

Das Polaritätsgesetz ist meines Erachtens die Basis aller Naturgesetze. Durch dieses Gesetz entsteht der Rhythmus des Lebens. Alle Naturgesetze bauen eben auf diesem auf. Viele menschliche Probleme könnten vermieden werden, wenn dieses Gesetz besser verstanden würde. Es kommt auf dem ersten Blick so einfach daher, dass sich die meisten nicht tiefgreifender damit beschäftigen.

Im KYBALION wurde die Polarität wie folgt beschrieben:

Alles ist zweifach, alles hat zwei Pole, alles hat sein Paar von Gegensätzlichkeiten, gleich und ungleich ist das selbe; Gegensätze sind identisch in der Natur, nur verschieden im Grad; Extreme berühren sich; alle Wahrheiten sind nur halbe Wahrheiten; alle Widersprüche können miteinander in Einklang gebracht werden.

Alles was wir vorfinden erscheint uns immer in zwei Polen, es ist uns unmöglich, sich die Einheit außerhalb der Polarität vorzustellen.

Das könnt ihr ausprobieren in dem ihr euch ein kleinen Punkt vor eurem inneren Auge vorstellt. Ihr könnt den Punkt nur erkennen, wenn es um den Punkt einen Raum gibt. Ihr könnt den Punkt jetzt nochmal halbieren und wieder muss es einen Raum um den Punkt geben. Ohne Raum kein Punkt und ohne Punkt verschwindet der Raum. Sie sind eben ein und das selbe , nur eben verschieden in ihrer Erscheinung.

So tritt in unser Leben alles in Erscheinung, wie z.B. Plus und Minus, Mann und Frau, Gut und Böse, Leben und Tod, Licht und Dunkelheit, Sommer und Winter, Ordnung und Unordnung. Dieses würde sich unendlich weiter fortführen lassen, weil es eben zu jedem Begriff ein Gegenteil gibt. Nimmt man nur einen Pol weg, würde der andere auch nicht mehr existieren. Würde es kein Licht geben, gäbe es auch keine Dunkelheit.

Der Denkfehler, den wir alle machen ist es die Gegensätze einander auszuschließen. So ordnen wir alle Phänomene den Begriffspaaren zu. Entweder es ist Gut oder Böse, Klein oder Groß, Dunkel oder Hell. Alles wird in „entweder oder“ Kategorieren einsortiert. In Wirklichkeit ist es jedoch eine Einheit, doch unser Bewusstsein kann sie nur Polar wahrnehmen.

Jede Tür ist von der einen Seite ein Eingang und von der anderen ein Ausgang und dennoch ist es die selbe Tür. Würde man den Ausgang entfernen oder versperren, gäbe es auch keinen Eingang mehr.

Oder wenn ihr Abends das Licht ausschaltet, um schlafen zu gehen, erscheint die Dunkelheit nicht sofort, als ob sie nie weg war?

War sie auch nicht. Sie war immer da, nur nicht sichtbar. Wäre sie weg gewesen bräuchte sie ja eine gewisse Zeit, um zurückzukommen. Die Dunkelheit ist auch da, wenn am Tag die Sonne scheint.

Wir sehen die Einheit immer in zwei Aspekten, die uns gegensätzlich erscheinen. Sie bilden aber eine Einheit und sind in ihrer Existenz von einander abhängig.

Wie könne wir jetzt das Polaritätsgesetzt für uns nutzen?

Die Grundlage für all die Bewegung auf unseren Planeten ist die Polarität. Wir müssen hierfür nur unseren Atem anschauen. Wir atmen ein und wieder aus, ganz natürlich ohne darüber nachzudenken. Unser Atem hält uns am Leben. Würden wir beispielsweise das Ausatmen weglassen, würden wir sterben. Überreizen wir einen Pol, holt uns der andere ein. Will ich immer Gut sein, wird mich das Böse auf irgendeine Art und Weise einholen. Vielleicht ist in jeder guten Tat auch schon das Böse mit drin, ohne das wir es wissen. Es ist einfach nicht möglich nur Gut oder Böse zu sein, weil sie eben zusammengehören und getrennt voneinander nicht existieren können. Des Weiteren hängt es davon ab, was jeder einzelne von uns als "Gut" oder "Böse" bewertet.

Sobald du in deiner Einstellung oder Haltung „für etwas“ bist, oder „gegen etwas“ bist, missachtest du die Einheit. Wie könntest du fröhlich sein, wenn du nicht auch mal traurig sein darfst. Unterdrückst du für eine lange Zeit deine Traurigkeit, wirst du auch bald nicht mehr fröhlich sein können. Genau das nennt man dann eine Depression. Depressionen kann man auch den Gefühlstod nennen und sie verschwindet erst wieder, wenn du dich in diesem Fall deiner Traurigkeit zuwendest und sie bejahend fühlst.

Oder möchtest du dich vielleicht sicherer in deinem Leben fühlen, dann solltest du lernen die Komfortzone zu verlassen und deine Unsicherheit bequemer auszuhalten. Erst durch die Reise über den anderen Pol erlangst du dann schließlich deine Sicherheit.

Wir können auch sicherlich den einen oder anderen Pol bevorzugen, sollten jedoch keine größeren Widerstand zum gegensätzlichen Pol aufbauen. Auch dieser Pol will mal gelebt werden und hat seine Berechtigung.

Ich kann z.B. Ordnung lieben und mir erlauben auch mal unordentlich zu sein.

Auch eine bewusstere Kommunikation kann uns da helfen. Wir sollten viel häufiger das Wort „ABER“ gegen das Wort „UND“ austauschen. Weil eben das Wort „UND“ die Wirklichkeit mehr erfasst und die Gegensätze mehr verbindet.

Das letzte Prinzip sorgt dafür uns daran zu erinnern, wenn wir mal nicht im Ausgleich unserer Polarität sind. Wir bekommen dadurch die Möglichkeit durch unsere Umwelt, uns zu erkennen, wenn wir es vielleicht in uns noch nicht erkannt haben.

3. Prinzip: Resonanzgesetz

Resonanz ( lateinisch: resonare = Zurückklingen) bedeutet mit etwas in Verbindung zu treten oder mitzuschwingen. Es kann jedoch nur was in Resonanz gehen, was den gleichen Schwingungen entspricht. So kann ein Mittelwellen Empfänger auch nur mit Mittelwellen in Resonanz gehen. Mit UKW und Langwelle könnte er nicht resonieren. Sie würden nicht einmal existieren für ihn.

Dementsprechend benötigt der Mensch für jede Wahrnehmung in seinem Inneren einen entsprechenden Resonanzkörper, der mitschwingt. Das bedeutet, dass wir nur die Teile der Wirklichkeit wahrnehmen können für die wir auch eine Resonanzfähigkeit besitzen. Das gilt für das Positive, wie auch für das Negative. Die Resonanzfähigkeit geht über die rein sinnliche Wahrnehmung hinaus, sie kann am ganzen Leib wahrgenommen werden.

Was für einen Menschen nicht in seinen Resonanzbereich fällt, existiert auch für ihn nicht.

Vielleicht ist dir schonmal aufgefallen, wenn du dich mit einer bestimmten Sache beschäftigst, vielleicht ein Auto kaufen willst. Das du während dieser Zeit, plötzlich diese Autos überall rumfahren siehst.

Mir persönlich fällt das auf, wenn ich nach Jahren mal wieder ein altes Buch lese, und ich es auf eine tiefere Art verstehe. Denn im Laufe der Jahre hat sich mein Bewusstsein verändert und ich lese das Buch mit einem anderen Resonanzkörper.

Das ist soweit ja verständlich, doch was bedeutet das für unser Leben?

Wir können nur mit Situationen, Menschen oder Ideen in Kontakt kommen, wofür wir selbst eine Eigenresonanz oder Affinität haben.

Gerät beispielsweise ein Mann in eine Schlägerei, so geschieht das niemals zufällig, sonder immer auf Grund seiner eigenen Affinität. Selbst wenn er sich für unschuldig hält, ohne seine Affinität hätte er garnicht verwickelt werden können.

Auch wenn einer bei einem Unfall angefahren wird und nach dem Verkehrsrecht unschuldig war, ändert das nichts daran, dass derjenige reif dafür war.

Ich war schon häufiger in meinem Leben in Unfälle verwickelt und war vor keinem Unfall in einem zufriedenen oder ausgeglichenen Zustand. Ich sollte und wollte wohl vom Leben mal ein Ruck bekommen, um nachzudenken.

Auch in meinem letzten Artikel beschrieb ich ausführlicher, warum Traumata immer wieder traumatische Situationen in ihr Leben ziehen. Weil eben Traumata mit Traumata in Resonanz gehen.

Das Resonanzgesetz kann man auch als Spiegelgesetz bezeichnen. Denn der Mensch kann nur das aus seiner Umwelt rausfiltern, wofür er eine Affinität besitzt. Dadurch kann er niemals etwas anderes als sich selbst erblicken.

Der Spiegel zeigt uns, ganz ähnlich wie der physische Spiegel in unseren Badezimmern, nicht nur was wir selbst erkennen können, sondern auch Dinge, die wir ohne ihn nicht sehen könnten. Das macht den Spiegel ja so wertvoll für uns. Ohne ein Spiegel könnten wir uns nie in die Augen sehen. So bringt der Spiegel deiner Umwelt dir natürlich auch unbewusste Aspekte zum Vorschein.

Erwartest du z.B. mehr Zuwendung und Nähe von deinem Partner und er erfüllt sie nicht. Ist der Spiegel, dass du dich mit der Polarität der Nähe und Diatanz nicht ausgesöhnt hast. Vielleicht bist du dir seit längerem selbst nicht nah gewesen und erwartest jetzt die Nähe deines Partners? Mit seiner Distanz spiegelt er dir genau deine nicht vorhandene Nähe dir selbst gegenüber. Jetzt kannst du dich über deinen Spiegel beschweren, weil er dir eben ein schonungsloses Bild von dir selbst gespiegelt hat. Im Badezimmer habe ich allerdings noch niemanden dabei beobachtet, wie er sich über seinen Spiegel beschwert.

Fast alle kämpfen sich Tag täglich mit anderen Menschen herum. Sie sind genervt von ihren Kollegen, Kunden, Nachbarn, der Ungerechtigkeit ihrer Vorgesetzten, vielleicht sogar von der Gesellschaft und dem ganzen System, ärgern sich, suchen nach Anerkennung und Bestätigung und merken dabei garnicht, dass sie die ganze Zeit gegen sich selbst kämpfen.

Das Resonanzgesetz zeigt dir jeden Tag wo du stehst, was in deinem Inneren noch ungelöst ist. Gegen welchen Pol du vielleicht gerade einen Widerstand hegst. Es gibt dir jeden Tag hinweise woran du arbeiten könntest, es zeigt dir natürlich auch, wenn du dich auf dem richtigen Weg befindest. Damit haben die meisten aber weniger Probleme. Ich kann euch nur ermutigen, nutzt euer Umfeld als Spiegel und fangt an die Verantwortung dafür zu übernehmen, was auch immer euch geschieht. Irgendetwas in euch, will das gerade erleben. Es will euch vielleicht auch wachrütteln und auf neue Wege bringen.

Sei anders!

Marcus

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1 Kommentar

  1. DrVries sagt:

    Ein tiefsinniger und erhellender Artikel.
    Wen das nicht zum nachdenken anregt, ist vollständig in der eigenen Denke blockiert.

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