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Würde

Die Würde. Ein Begriff, der nicht wirklich alt ist, mir jedoch gefühlt vorkommt als ob er aus einer fernen Zeit stammt. Heute scheint er in unserem ersten Artikel des Grundgesetzes zu verstauben: Die Würde des Menschen ist unantastbar, so heißt es dort seit 1949 geschrieben und soll unsere Würde auf höchster Ebene schützen.

Doch schützt es uns wirklich?

Zumindest scheint die Würde in uns zu existieren, sie scheint sogar ein Teil unseres menschlichen dasein auszumachen. Sie ist wie ein kleiner, feiner neuronaler Grashalm der uns von Geburt an zu Verfügung steht. Nur scheint es mir, dass dieser Grashalm bei den meisten Menschen verschüttet oder verkümmert sei. Das sicherlich nicht ohne Grund, denn wenn wir in die Welt dort draußen schauen, sehen wir Menschen, die sich auf den Kosten anderer würdelos bereichern. Unser ganzes globales System scheint darauf aufzubauen. Es existiert immer noch das darwinistische veraltete Dogma in unseren Köpfen, welches Mantra - Artig gepredigt wird. Nur die stärksten und fittesten werden überleben und sich vermehren. Als ob wir in unserer westlichen Kultur um unser nacktes überleben kämpfen müssten.

Stattdessen schauen wir in unsere Welt und sehen Börsen-Broker, die sich nicht selten auf den Kosten anderer bereichern. Auch Marketing-Strategen großer Konzerne, die sich täglich bemühen uns weiß zu machen Dinge zu benötigen, die wir eigentlich nicht brauchen. Aber auch unsere Sozial - und Gesundheitssysteme machen vom würdelosen Verhalten nicht halt. Ärzte verkaufen uns ertragreichere Operationen, die wir vielleicht garnicht benötigt hätten. Nicht zuletzt werden Kinder mit Medikamenten, die harten Drogen gleichen, künstlich dem veralteten Bildungssystem angepasst. Diese Aufzählung könnte ich noch lange fortführen. Doch eins wird aus den Beispielen ersichtlich, dass unsere Würde alles andere, sie aber nicht geschützt wird.

Da steht nun unser Artikel 1 des Grundgesetzes, an erster Stelle, dem eigentlich kein Gesetz widersprechen darf und schützt uns nicht. Auf der anderen Seite wächst die würdelose Gier einiger Menschen, die sich durch unser Grundgesetz nicht im entferntesten verunsichern lassen. Ganz im Gegenteil ihre Strategien werden immer ausgeklügelter, um sich noch mehr auf Kosten anderer zu bereichern. Es scheint kein Ausweg aus dem Dilemma zu geben, zumindest kein Ausweg, der sich auf die staatlichen Hilfen verlässt. Denn unser Staat hat seine Würde schon längst verloren und muss sie auch erst durch würdevolle Staatsdiener wieder finden.


Was können wir also tun mit unserer Würde?


Wir können nur unsere eigene Würde wieder entdecken, die uns von Geburt an mitgegeben wurde schreibt der Hirnforscher Prof. Gerald Hüter in seinem neuen Buch. Weiter führt er aus: „Wer seine eigene Würde wieder entdeckt und würdevoll mit sich umgeht, kann nicht mehr würdelos mit anderen umgehen.“

Wir sollten uns wieder auf die Suche machen nach unserer Würde. Sie ist nicht weg, sie muss „nur“ wieder entdeckt und kultiviert werden. Denn wir spüren, wenn etwas unserer Würde nicht entspricht, nur wir müssen dem Gefühl wieder mehr Aufmerksamkeit geben und unser Verhalten an ihm ausrichten.

Wir sollten uns ständig fragen, ob das wie wir handeln und das wie wir etwas sagen unserer Würde und somit auch die Würde unserer Mitmenschen entspricht. Ich wünsche mir, dass wir unser tiefes natürliches Gefühl nach Zugehörigkeit und Verbundenheit nicht weiter mit Füßen treten, sondern ihm wieder mehr Raum zur Entfaltung geben. Doch das alles fängt bei uns selbst an. Wir können natürlich nicht erwarten würdevoll behandelt zu werden, wenn wir selbst noch kein Gefühl unserer eigenen Würde entwickelt haben. Erst wenn wir unsere eigene Würde in uns wieder fühlen und unser Leben danach ausrichten, können wir anderen Menschen vorleben, was es heißt in Würde zu leben. Das ist ein Weg den jeder gehen könnte, um unsere Welt ein Stück besser zu machen.

PS: Wer einen tieferen Einblick von Würde bekommen möchte und was sie ausmacht, dem empfehle ich das Buch von Gerald Hüther: Würde: Was uns stark macht - als Einzelne und als Gesellschaft.

Wer sich darüber hinaus auch noch engagieren möchte sollte sich hier mal umschauen.

Sein anders!

Marcus

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